📚 Konsumieren wir weniger nachhaltiger, wenn wir uns benachteiligt fühlen?

Frau Dr. Catalina Wache von der Freien Universität Berlin und Frau Verena Bauernschmidt von der Universität Duisburg-Essen sind die nächsten Nominierten für den Michael-Schuhen-Preis, die wir in dieser Reihe vorstellen.

In ihrem Forschungsprojekt „Why Me? How Perceived Social Status Shapes (Un)Sustainable Consumer Behavior“ untersuchen sie, wie wahrgenommene soziale Ungleichheit und subjektiver Status unsere Bereitschaft zu nachhaltigem Konsum beeinflussen.

Ihre zentrale Annahme:
Wenn Menschen ihre soziale Position als niedrig empfinden, sinkt ihre Motivation, sich umweltbewusst zu verhalten.
Zwei psychologische Mechanismen könnten dabei eine Rolle spielen:
🔹 Externalisierung von Verantwortung – das Gefühl, dass „die Reichen“ oder „die Mächtigen“ handeln sollten.
🔹 Statusangst – die Sorge, sozial zurückzufallen, die zu mehr statusorientiertem, weniger nachhaltigem Konsum führen kann.

đź’ˇ Was bedeutet das fĂĽr die Verbraucherforschung und Verbraucherpolitik?
Soziale Ungleichheit könnte nachhaltiges Verhalten untergraben – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus empfundenem Ausschluss. Umweltkommunikation sollte deshalb soziale Vergleichsprozesse und Statusbedürfnisse stärker berücksichtigen.

 

Bildquelle: ChatGPT

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