🌱 Nachhaltig, differenziert… und strategisch klug? Wie grüne Produktlinien-Erweiterungen Konsumentscheidungen verändern

Frau Annika Hagen von der WHU – Otto Beisheim School of Management ist die nächste Nominierte für den Michael-Schuhen-Preis, die wir in dieser Reihe vorstellen.

 

Sie untersucht in ihrer Studie, wie nachhaltige Produktlinienerweiterungen (Line-Extensions) im FMCG-Bereich wirken: Locken sie wirklich neue Kund:innen an – oder kannibalisieren sie bestehende Markenloyalitäten?

 

Das Besondere an ihrer Arbeit:
Sie verbindet verhaltenswissenschaftliche Konsumforschung mit Markenstrategie und setzt ein kontrafaktisches Discrete-Choice-Design ein, um reale Markteffekte wie Markterweiterung, Wechselverhalten und Kannibalisierung präzise zu messen.

 

✅ Kernpunkte der Studie:
• 760 Befragte, fünf experimentelle Szenarien
• Vergleich: konventionell vs. nachhaltig, preisgleich vs. Premium
• Erfassung realitätsnaher Wahlentscheidungen mittels Bayes-Analyse & Simulation

 

📊 Zentrale Erkenntnisse:
• Nachhaltige Erweiterungen führen zu Marktanteilsgewinnen mit besonders hoher Effizienz: Neue Käufer werden gewonnen, ohne die Hauptmarke zu kannibalisieren.
• Insbesondere Preisaufschläge verringern Kannibalisierung, begrenzen aber die Reichweite, ein strategischer Trade-off.
• Nachhaltigkeit wird als eigene Produktkategorie wahrgenommen, sie schafft mentale Distanz zur Hauptmarke und stärkt damit die Markenarchitektur.

 

🤔 Was bedeutet das für die Praxis?
Nachhaltige Line-Extensions sind mehr als ein grüner Anstrich: Sie verändern, wie Marken mental kategorisiert werden. Wer sie strategisch klug einführt, kann neue Zielgruppen erschließen – ohne die eigene Basis zu gefährden.

Bild:ChatGPT

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