Frau Kerstin Salewski von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (Institut fĂŒr Verbraucherinformatik) ist die nĂ€chste Nominierte fĂŒr den Michael-Schuhen-Preis, die wir in dieser Reihe vorstellen.
In ihrem Work-in-Progress âUnsichtbare Praktiken sichtbar machen: Motivation fĂŒr Participatory Mapping in lĂ€ndlichen RĂ€umenâ, das im Rahmen des BMLEH-geförderten Projekts âNEON â Nachhaltigkeit on Demandâ entsteht, untersucht sie, wie nachhaltige ErnĂ€hrungspraktiken in lĂ€ndlichen Regionen besser verstanden und gefördert werden können.
Ihre bisherigen Ergebnisse zeigen, dass in lÀndlichen RÀumen viele nachhaltige ErnÀhrungsumgebungen unsichtbar bleiben:
đ Auch in Regionen mit scheinbar guter Grundversorgung bestehen verdeckte Zugangsbarrieren, vor allem fĂŒr Ă€ltere oder nicht mobile Menschen.
đŸÂ Viele nachhaltige ErnĂ€hrungsweisen entstehen aus Notwendigkeit, z. B. durch Eigenanbau, Nachbarschaftshilfe oder lokale Tauschgruppen.
đ€Â Diese informellen Communities of Practice sind zentrale TrĂ€ger nachhaltiger Alltagspraktiken, werden aber bislang kaum wahrgenommen.
Das Besondere an ihrer Arbeit:
Sie fokussiert die partizipative Gestaltung nachhaltiger ErnĂ€hrungsumgebungen in lĂ€ndlichen RĂ€umen, indem lokale Barrieren und ermöglichende Faktoren durch Participatory Mapping sichtbar gemacht werden sowie in Co-Design-Prozesse digitaler Informations- und Assistenzsysteme ĂŒberfĂŒhrt werden.
đĄÂ Bedeutung fĂŒr Politik und Verbraucherberatung:
Das Work-in-Progress untersucht, wie nachhaltige ErnĂ€hrungsumgebungen in lĂ€ndlichen RĂ€umen partizipativ â mit sozialen Dimensionen, digitalen ZugĂ€ngen und lokalen Netzwerken â statt rein technokratisch gestaltet werden können.
Bild: ChatGPT
