Dr. Matthias Packeiser von der Leuphana Universität Lüneburg ist der nächste Nominierte für den Michael-Schuhen-Preis, den wir in dieser Reihe vorstellen.
In seinem Beitrag „Kennzeichnungspflichten bei kritischen Rohstoffen für aufgeklärte Kaufentscheidungen und bewusste Partizipation an gesellschaftlichen Transformationsprozessen“ untersucht er, wie Verbraucher:innen durch transparente Produktkennzeichnungen selbst zu einer faireren und nachhaltigeren Transformation beitragen können.
Seine zentrale These:
Damit die „Net Zero“-Gesellschaft nicht auf Kosten der Menschen im globalen Süden entsteht, braucht es Kennzeichnungspflichten für Produkte mit kritischen Rohstoffen – etwa Lithium, Kobalt oder seltene Erden. Nur so können Konsument:innen fundiert entscheiden, welche Produktionsbedingungen sie unterstützen.
🔎 Kernpunkte der Arbeit:
• Analyse bestehender Kontroll- und Kennzeichnungssysteme (u. a. EU-Bio-Siegel, LkSG, Kimberley-Prozess)
• Diskussion ihrer Vereinbarkeit mit rechtsstaatlichen Prinzipien und internationaler Souveränität
• Entwicklung eines Vorschlags für ein staatlich kontrolliertes, transparentes Siegel für Produkte mit kritischen Rohstoffen
đź’ˇ Das Besondere:
Packeiser verbindet juristische Systemanalyse mit gesellschaftspolitischer Perspektive. Sein Vorschlag stärkt Verbraucher:innen als aktive Akteure in globalen Transformationsprozessen – ohne koloniale Machtstrukturen zu reproduzieren.
Bildquelle: ChatGPT
