📚 Verletzlichkeit entsteht dort, wo gesellschaftliche Differenzen sozial wirksam werden: Was bedeutet das für Konsum, Politik und Forschung?

Dr. Matthias Schneider von der Freien Universität Berlin ist der nächste Nominierte für den Michael-Schuhen-Preis, den wir in dieser Reihe vorstellen.

Er untersucht in seinem Beitrag „Die Diversität verletzbarer Verbraucher:innen – Soziale Vielfalt, strukturelle Benachteiligung und theoretische Perspektiven“, wie sich soziale Unterschiede im Konsumalltag auswirken – und warum Verletzbarkeit mehr ist als ein individuelles Problem.

Seine Analyse zeigt:
🔹 Verletzlichkeit entsteht dort, wo gesellschaftliche Differenzen sozial wirksam werden,  etwa durch Benachteiligungen auf dem Wohnungsmarkt, im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen oder in digitalen Räumen.
🔹 Besonders betroffen sind Verbraucher:innen entlang der Diversitätsdimensionen Geschlecht, Alter, Behinderung, Migration, Sexualität und Religion.
🔹 Ein theoretischer „Dreiklang“ aus individueller, sozialer und struktureller Perspektive verdeutlicht: Verletzbarkeit ist keine feste Eigenschaft, sondern ein Ergebnis gesellschaftlicher Bedingungen.

🤔 Was bedeutet das für Verbraucherpolitik und Praxis?
Schneiders Arbeit fordert dazu auf, Verbraucher:innenpolitik diversitätssensibel zu denken, also Strukturen zu gestalten, die Teilhabe ermöglichen, statt sie zu behindern.

 

Bild: ChatGPT

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